Geschichte

Auf dieser Seite findet Ihr näheres zu unserem Gauzeichen und Gaunamen, sowie zur Gaugeschichte 1994 bis 1998 und 1999 bis heute.

 

Zur Symbolik unseres Gauzeichens und Gaunamens

(nach der Rede zur Gaugründung von Rupert Freutsmiedl)

Der bajuwarische Löwe in der Mitte stellt uns dar: Der Löwe, majestätisch, stark, mutig, schlau. Die ineinander verschlungenen Linien sind das keltische Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Rot ist das läuternde Feuer, die reinigende Kraft.
Gelb stellt die Helligkeit, die Reinheit dar.
Das alles ist in dem allumschließenden Kreis, der keinen Anfang und kein Ende kennt, eingebunden in der bayerischen Fahne, unserem Bayernland.

Noricum war eine reiche, sehr selbstständige und berühmte römische Provinz. In dieser Provinz, der Chiemgau gehörte dazu, war es gelungen, dass mehrere Völker perfekt miteinander lebten. Das waren die illyrischen Ureinwohner, keltische Zuwanderer und römische Kolonisten und Händler. Jedes dieser Völker ergänzte sich und jeder lernte vom anderen. So symbolisieren die Ureinwohner die Vergangenheit unseres Stammes, die Kelten sind die Gegenwart mit den jetzigen Stämmen und die Römer stellen die Zukunft unseres Gaues dar. Und diese drei Elemente sollen sich ergänzen und eine Gemeinschaft bilden.

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Die ersten Jahre (1994 bis 1998) ...

Der Gau Noricum wurde an unserer Waldweihnacht 1994 gegründet. Entstanden ist er als Zusammenschluß aus dem Jungenstamm Albert Schweitzer, den es in Trostberg schon seit 1983 gibt, aus der Trostberger Mädchensiedlung Navis und dem gerade gegründeten Neuanfang Hainz von Stein in Traunreut. Rupert Freutsmiedl hat damals die Gaugründung vorangetrieben und war dann auch der erste Gauführer. Nach einem Jahr als Gauführer gab er das Amt an Mücke (Michael Hirschberger) ab, da er zum studieren nach Berlin ging.

An Pfingsten 1995 fand das große Landesmarklager mit der Spielidee ‘Wikinger’ statt, auf dem unser neuer Gau offiziell von der Landesmark bestätigt wurde. Am 22. September trafen sich die Älteren des Gaus zum ersten Gauthing an der Alz. Für Ende Oktober wurde das erste Gaulager bei Schützing am Chiemsee angesetzt, das aber wegen des plötzlichen Wintereinbruchs in einem Hof stattfinden musste.

In den Osterferien 1996 fuhren die Sippenführer gemeinsam nach Istrien.
Ein grandioses Stadtspiel in Burghausen wurde vom Neuanfang Ikaros aus Altenmarkt veranstaltet, der bislang nicht zum Gau gehörte; anschließend fand die feierliche Aufnahme in den Gau statt.
In den Sommerferien fuhr der Gau auf das Bündelager der CPD, CPK und anderer CP-Bünde nach Frankental bei Dresden. Das Thema des Lagers war die Eroberung Mittelamerikas, das in Lagerbauwerken, Stadt- und Geländespiel, Markttag und Wettkämpfen ausgestaltet wurde.

Im Frühjahr 1997 gab mücke dann das Gauführeramt an miredes (Roland Schnell) ab. Unter seiner Obhut fand der erste Knappenkurs des Gaues statt. Da das Gaulager aufgrund der Überschwemmung des Lagerplatzes abgesagt wurde, fand stattdessen ein rauschendes Gaufest im Weltenhaus statt. Im Herbst folgte die Teilnahme an der LM-Herbstaktion und das Jahr 1997 fand schließlich in der traditionellen Waldweihnacht einen feierlichen Ausklang

1998 begann "gautechnisch" bereits im Februar mit einem Singeabend und dem legendären "James-Bond-Ball" für die Älteren. Damit das Musische auch nicht zu kurz kommt, gab es im Juli den zweiten Gau-Gitarrenkurs. In den Sommerferien fand zum ersten Mal das Mittelalterlager statt, das zusammen mit dem BdP-Stamm Alemannen aus Prien ausgerichtet wurde.


...die letzten Jahre (1999 bis ?)

Vielleicht war das Jahr 1999 das bisher ereignisreichste Jahr für uns. Angefangen hat alles damit, dass fast alle bisherigen Sippenführer im Jahr zuvor ihr Abitur gemacht hatten und wegen der Lehre keine Zeit mehr hatten oder weggezogen waren. Für den Gau war ein völliger Neuanfang möglich. So starteten wir in dem Jahr mit einer noch nie dagewesenen Aktion in den Osterferien: der Gaufahrt nach Sizilien. Diese gewagte Aktion prägte unseren neuen Stil, sie motivierte uns, die neue Generation.
Des weiteren verbesserten sich 1999 unsere Kontakte zum Bund, was wir besonders gisi, anderl und tom zu verdanken haben.
In den Pfingstferien kam die nächste entscheidende Umwälzung auf unseren Gau zu: der Neuanfang Ikaros aus Altenmarkt trat geschlossen zum Nerother Wandervogel (Bund für Jungenfahrten) über. Hitzige Diskussionen flammten auf, unsere Arbeit wurde in Frage gestellt, wir mussten unsere Ziele wieder neu stecken und uns damit auseinandersetzen, was uns und unsere Arbeit von den Wandervögeln unterscheidet. In Folge des Übertritts zum Wandervogel löste anderl (Andreas Graichen) miredes im Juli 1999 als Gauführer ab.
Im September fand wieder, wie im Vorjahr, ein zünftiges Mittelalterlager mit den Priener Pfadfindern statt; aber auch Wandervögel und andere nahmen daran teil.
Der letzte große Höhepunkt war im November der Süddeutsche Singewettstreit, der dieses Jahr von uns in Trostberg veranstaltet wurde. Etwa 300 Pfadfinder bevölkerten Trostberg an diesem Wochenende, und nach dem Singewettstreit feierten wir noch die ganze Nacht durch in einer Turnhalle. Ich denke, es war ein ordentlicher Erfolg für uns.
Auch Waldweihnacht wurde dieses Jahr wieder im Gau gefeiert, und ich glaube, auch diese war eine gelungene Aktion.

Im Jahr 2000 ging der Gau zum Ski fahren, fürs erste Mal nur einen Tag am Unternberg. Über die Osterferien erkundeten die Sippenführer des Gau den Süden Griechenlands auf Gauführerfahrt. In den Sommerferien gab es wieder einen Höhepunkt: das Bundeslager 2000. Als Teppichhändler konkurrierten wir mit den anderen Vierteln der an der Seidenstraße gelegenen Stadt Loulan um die Fürstenwürde. Wieder wurde mit gigantischen Lagerbauten ein eindrucksvolles Stadtbild geschaffen. Da der St. Georgstag dieses Jahr aufgrund miesen Wetters ausfiel, fand statt dessen ein Gautag in der Massinger Kiesgrube statt.

Im Januar 2001 ging es für die Sippenführer mit einer Sippenführerrüste im Schnee auf der Stallnbrandner-Alm bei Hopfgarten/Österreich los. Nachdem der Skitag 2000 so begeistert aufgenommen wurde, gab es 2001 ein ganzes Gau-Skiwochenende am Rossfeld bei Berchtesgaden. Anfang Oktober wurde chico (Anderl Huber) als neuer Gauführer gewählt, dem der Gau zwei Wochen später auf dem Gaulager offiziell übergeben wurde.

Wieder in der selben Hütte am Rossfeld fand das 2. Gau-Skiwochenende im Februar 2002 statt. Im Juni ging es dann auf die Schwäbische Alb zum Landesmarklager. In fünf Tagen spielten wir den Freiheitskampf der Schotten gegen die Engländer zu Zeiten William Wallace nach. Der Rest des Jahres verlief dann in üblichen Bahnen mit Gaulager im Juli und Waldweihnacht zum Jahresende.

Der Januar 2003  führte die Sippenführer wieder auf die Stallnbrandner-Alm zu einer Sippenführerrüste im Schnee. Dann war nach drei Jahren endlich mal wieder eine Gauführerfahrt dran, diesmal ging es nach Sardinien. Mit einem Gausingeabend Mitte Juli wurde schließlich die Sommerfahrtensaison eingeläutet. Was das Jahr 2003 sonst noch so alles bringt, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen erweisen.

Im Jahr 2004  machte der Stamm Albert Schweitzer die Toskana unsicher. Der Höhepunkt Des Jahres war ganz klar das Bundeslager 2004 mit dem Moto "Pantarei" (alles fließt), bei dem wir uns in Mileter, Korinther und Thebener verwandelten. Das Geschehen der Spielidee handelte im antiken Griechenland von den Phytischen Spielen.

2005 ging die Führerrunde vom Gau Noricum auf eine dreiwöchige Führerfahrt nach Schweden und der gesamte Gau veranstaltete ein Gaulager bei Seeon. Außerdem hatten wir die Ehre, den Singewettstreit ein weiteres Mal in Bayern auszutragen und haben dies auch erfolgreich durchgeführt.

Der Juni 2006 brachte uns schließlich das Landesmark-Pfingstlager, auf dem wir uns als Griechen unter dem Anführer Alexander dem Großen gegen die Inder behaupten mussten.

Als Makromannen, Langobarden und Vandalen fanden wir uns 2007 auf dem Germanenlager innerhalb des Gau Noricums wieder. Wir durchlebten einige Tage der Völkerwanderer in der Nähe von Traunreut auf einem Lagerplatz, der an zwei Stellen nur über eine Baumstammbrücke zu überqueren war. Außerdem ging der Gau Noricum in diesem Jahr auf Fahrt nach Tschechien und durchwanderte dort zwei Wochen lang das Riesengebirge.

Das Jahr 2008 begann um Ostern herum mit einer vierzehntägigen Gauführerfahrt nach Spanien. Zudem war es nach genau vier Jahren Zeit für das nächste Bundeslager, diesmal in der Nähe von Nördlingen. Die Hälfte der Zeit verbrachten wir in Pfadfinderkluft, während der anderen Hälfte, die durch einen zweitägigen Hajk (Wanderung) vom Rest des Lagers abgetrennt war, unterstützten wir mit unserem Gau als Landsknechte den Adel bei seinem Versuch, die Bauernaufstände 1523 zu überstehen. Das Lagermotto lautete „Der Freiheit so nah“.